Qualität & Lagen

Die Perlen des Weinviertels

Nährstoffreiche Böden und sonnendurchflutete Lagen sind die besten Voraussetzungen für ausgezeichnete Weine. Durch strenges Ausdünnen, gezielte Reb- und Bodenarbeit, schonendes Pressen und kontrollierte Gärführung werden großartige Produkte geschaffen, die dem Poysdorfer Wein regelmäßig nationale und internationale Anerkennung bringen.

Die Lehm- & Lössböden, heiße Sommertage und kühle Herbstnächte geben den Trauben eine spezielle, gehaltvolle Aromanote. Es ist das Ziel unserer Winzer, den Geschmack dieser Trauben für Sie in die Flasche zu bringen.

Der Weinbau in Poysdorf:
Sesshafte Besiedlung um 7000 v.Ch. Es wurden nachweislich Ackerbau und Weinbau betrieben.

1338 wird die älteste Riede in Poysdorf „Hermannschachern“ urkundlich erwähnt.

1618-1648: Während des 30-jährigen Krieges wird Poysdorf zweimal von den Truppen überrannt.

Am Palmsonntag 1645 zieht General Torstensson mit schwedischen Truppen in Poysdorf ein. Um den Durst seiner Soldaten zu befriedigen, werden pro Mann 5-7 l Wein pro Tag (!) ausgeschenkt. Insgesamt 1000 Eimer (1 Eimer=56 l) Wein – der sogenannte „Schwedentrunk“.

1667 erhält die Marktgemeinde Poysdorf Wappen und Siegel in Form der beiden Kundschafter mit der Traube um auf die Bedeutung des Weinbaus in Poysdorf hinzuweisen.

Heute wird in Poysdorf, einer Stadt von ca. 5.500 Einwohnern (inkl. Katastralgemeinden) auf 1.350 ha Wein angebaut. Davon entfallen ein Drittel auf die Leitsorte „Grüner Veltliner“, 10 % auf Welschriesling und weitere 10 % auf andere Weißweinsorten. Die bedeutendste Rotweinsorte ist der Zweigelt.

Das Weinviertel und im speziellen die Gegend um Poysdorf hat sehr lehm- und lösshaltige Böden, die in Verbindung mit den besonderen klimatischen Verhältnisse (warme bzw. heiße Tage und kühle Nächte) die Säure des Grünen Veltliners optimal zur Geltung bringen.

In Poysdorf gibt es 45 professionelle Weinbaubetriebe. Hier werden hervorragende und teilweise hochprämierte Weine ausgebaut und vermarktet. 30 dieser Betriebe sind im Weinmarkt vertreten. Sie halten einmal jährlich zwischen Ostern und Allerheiligen ihren Keller für Gäste und Weininteressierte offen.

Ein weiteres Standbein ist für einige Poysdorfer Betriebe auch die Produktion von Grundweinen für namhafte österreichische Sektkellereien. Ein Großteil der in Österreich verwendeten Sektgrundweine stammen aus der Gegend rund um Poysdorf.

Entwicklung des Weinbaus allgemein:

Die ersten Funde, welche die Geschichte des Weinbaus in Österreich belegen, sind aus der Zeit um 700 vor Christus. Es handelt sich um den ältesten Nachweis von Weinbau in ganz Mitteleuropa.

Bereits im ersten Jahrhundert nach Christus gab es römische Fachliteratur über Weinbau und Kellertechnik.

Im Mittelalter waren es vor allem die Klöster, die den Aufschwung des Weinbaus in Österreich vorantrieben. Sie machten die Flusstäler urbar, legten in der Wachau Terrassen an.

Im 16. Jahrhundert wurde in ganz Österreich Wein angebaut. Aufgrund des milderen Klimas, der geringeren Ansprüche an die Qualität sowie einer großen Nachfrage bedingt durch historische Entwicklungen war damals die österreichische Weinbaufläche zehnmal so groß wie heute.

Durch den dreißigjährige Krieg, die zweite Türkenbelagerung in Wien, hohe Steuern, die Konkurrenz durch das Bier und wohl auch eine Klimaveränderung kam im 17. Jahrhundert der Niedergang. Erst unter Maria Theresia sollte sich der Weinbau in Österreich von den Verwüstungen und Rückschlägen erholen.

Die Katastrophe kam 1850, als der echte Mehltau, 1872 die Reblaus und 1878 der falsche Mehltau in den Weingärten Österreichs Einzug hielten. Vor allem die Reblaus zerstörte nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa so gut wie alle Weinkulturen. Man musste wieder von null anfangen.

Der Weinskandal von 1985 hat dann zu einem Generationenwechsel im österreichischen Weinbau geführt. Junge, gut ausgebildete Winzer, übernahmen von ihren Vätern die Betriebe. Sie professionalisierten ihre Arbeit, konzentrierten sich auf den Weinbau, der bisher oft nur Nebenerwerb gewesen war, verglichen sich mit den Besten der Welt und hatten vor allem eines begriffen: Ihre einzige Chance war Qualität.

Und es war das neue österreichische Weingesetz, das es den Winzern noch 1985 ermöglichte, sich von den Folgen des Weinskandals zu befreien.

Dieses Gesetz regelt die lückenlose Kontrolle aller Weinbestände in österreichischen Kellern, wodurch Fälschungen so gut wie unmöglich werden, es regelt die Qualitätsstufen von Tafelwein über Land- und Qualitäts- bis zu den Prädikatsweinen, es benennt die Weinbaugebiete, die zulässigen Rebsorten und es begrenzt den Höchstertrag pro Hektar stärker als in vielen anderen europäischen Ländern. Will ein österreichischer Winzer seinen Wein zum Beispiel als Qualitätswein verkaufen, darf er nicht mehr als 6750 Liter Wein pro Hektar Rebfläche erzeugen. Jeder österreichische Qualitäts- und Prädikatswein wird von Staats wegen doppelt geprüft: durch eine weinchemischen Analyse und von einem geprüften Verkostergremium. Nur ein Wein, der beide Prüfungen bestanden hat, erhält die staatliche Prüfnummer sowie die rot-weiß-rote Banderole.

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